Viele Familien in Deutschland können Betreuungskosten steuerlich geltend machen. Hier erfährst du, was typischerweise zählt, was nicht zählt (z.B. Essen), welche Voraussetzungen wichtig sind und wie du schnell einschätzen kannst, ob sich die Angabe lohnt.
Kinderbetreuungskosten sind Ausgaben für die Betreuung eines Kindes, damit Eltern arbeiten können oder entlastet werden. Dazu gehören zum Beispiel Kita, Kindergarten, Tagesmutter oder ähnliche Betreuungsangebote.
In der Praxis ist die wichtigste Regel: Es geht um Betreuung. Kosten für Essen oder Verpflegung sind in vielen Fällen nicht absetzbar und müssen getrennt werden.
Kinderbetreuungskosten können in vielen Fällen Eltern oder Erziehungsberechtigte ansetzen, die die Kosten selbst tragen.
Auch getrennt lebende Eltern können in bestimmten Konstellationen Kosten ansetzen, wenn sie diese tatsächlich tragen. Für den Schnell-Check reicht es, die Summe sauber zu erfassen.
Typische Kosten, die zur Betreuung zählen:
Kosten, die oft nicht als Betreuung zählen oder getrennt werden müssen:
Wichtig ist weniger, ob jede Einzelposition perfekt ist, sondern dass du den Betreuungsanteil plausibel und sauber getrennt erfasst.
Wie stark sich Kinderbetreuungskosten auswirken, hängt von deinem Einkommen, deiner Steuerklasse, weiteren Werbungskosten und von der Gesamtsituation ab. Bei vielen Familien ist es aber ein relevanter Hebel, besonders wenn mehrere Monate im Jahr Betreuung bezahlt wurde.
Deshalb zeigt SteuKompass bewusst eine Spannweite statt einer einzelnen Zahl. Der Schnell-Check fragt die Summe ab und zeigt dir, wie stark dieser Faktor voraussichtlich in deinem Profil wirkt.
Für eine spätere Steuererklärung sind Nachweise wichtig. Der Schnell-Check verlangt keine Uploads, aber du solltest wissen, was typischerweise gebraucht wird.
Wenn du deine Summen schon beim Schnell-Check sauber erfasst, sparst du später Zeit und reduzierst das Risiko von Rückfragen oder Korrekturen.
Die häufigsten Fehler bei Kinderbetreuungskosten:
SteuKompass verhindert das nicht komplett, aber er lenkt dich auf die wichtigsten Regeln und macht den Effekt sichtbar, bevor du Zeit in eine vollständige Erklärung steckst.
Wenn du wissen willst, ob sich die Steuererklärung für dich lohnt, brauchst du keine 30 Felder. Oft reichen die Kernzahlen aus der Lohnsteuerbescheinigung plus 2–3 starke Treiber wie Arbeitsweg, Kinderbetreuung und §35a.
Im Schnell-Check gibst du Betreuungskosten als Summe ohne Essen ein. Danach siehst du als Teil der Schätzung, ob dieser Faktor voraussichtlich einen spürbaren Beitrag leistet.
Wenn der Schnell-Check eine Erstattung nahelegt, ist der nächste Schritt meist: Steuer-App nutzen oder die Steuererklärung strukturiert starten. Du hast dann schon die wichtigsten Treiber im Blick.
Wenn der Schnell-Check eher eine Nachzahlung zeigt, kann das bedeuten, dass dir noch wichtige Angaben fehlen. Prüfe dann besonders: Arbeitsweg, Kinderbetreuung, §35a und weitere typische Werbungskosten.
Kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Hinweis: Das Ergebnis ist eine Schätzung. Die endgültige Steuer hängt von vielen Faktoren ab und wird durch den Steuerbescheid festgelegt.
Schätze Rückerstattung/Nachzahlung in 2–3 Minuten.